MAGENSONDE LEGEN

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Was ist eine Magensonde?

         
Eine nasogastrale Magensonde kann zur kurzzeitigen künstlichen enteralen Ernährung eingesetzt werden, wenn Patienten auf herkömmlichem Weg keine Nahrung zu sich nehmen können und auch Trinknahrung keine (ausreichende) Möglichkeit bietet. Dies kann der Fall sein, wenn Patienten aufgrund von Operationen, neurologischen Störungen oder Tumorerkrankungen Nahrung nicht mehr kauen und schlucken können.

Wie wird eine Magensonde gelegt?

        
Im Idealfall sollte der Patient sitzen, wenn eine nasogastrale Magensonde gelegt wird. Zuerst wird die Nasenschleimhaut mit abschwellendem Nasenspray behandelt, damit keine unnötige Behinderung auftritt. Außerdem werden Nasenschleimhaut und Rachen mit einem Betäubungsmittel besprüht. Das macht das Legen der Sonde für den Patienten angenehmer. Auch ein Gleitmittel, das auf die Sonde aufgetragen wird, erleichtert das Vorschieben der Sonde bis in den Magen. Häufig werden die Sonden gekühlt, bevor sie verlegt werden. Durch die Kühlung sind sie für einen kurzen Zeitraum formstabiler und können so leichter vorgeschoben werden. Außerdem sollen so Schleimhautirritationen vermieden werden.
Zuerst schiebt der Arzt die Magensonde durch ein Nasenloch etwa zehn Zentimeter bis in den Rachen vor. Dazu legt der Patient den Kopf in den Nacken. Die Sondenspitze befindet sich jetzt kurz oberhalb des Kehlkopfes. Ab hier soll der Patient schluckweise Wasser trinken. Während des Schluckvorganges schiebt der Arzt die Sonde Stück für Stück weiter, bis sie den Magen erreicht. Um die richtige Lage der Sonde zu kontrollieren, kann der Arzt mit einer Spritze über die Sonde etwas Sekret ansaugen und den ph-Wert des Sekretes bestimmen. Ein saurer ph-Wert zeigt, dass es sich um Magensaft handelt. Außerdem kann der Arzt über die Sonde etwas Luft in den Magen spritzen. Mit dem Stethoskop hört er bei korrekter Sondenlage dann über dem Magen ein charakteristisches Blubbergeräusch. Ganz sicher kann die Sondenlage mithilfe einer Röntgenuntersuchung kontrolliert werden. Nachdem die Sonde erfolgreich gelegt wurde, wird sie mit einem Pflaster an der Nase und Wange befestigt. Die Magensonde sollte den Patienten nicht beim Atmen oder Sprechen stören.

Welche Komplikationen können beim Legen auftreten?

         
Prinzipiell sind Komplikationen beim Legen einer nasogastralen Magensonde eher selten. Durch die weichen, flexiblen Materialen kommen Schleimhautverletzungen von Nase, Rachen, Speiseröhre oder Magen heute nicht mehr häufig vor. Da der Arzt die Sonde „blind“, also ohne Sichtkontrolle verlegen muss, kann es passieren, dass die Sonde anstatt in die Speiseröhre in die Luftröhre geschoben wird. Der Betroffene würde in diesem Fall allerdings sofort mit einem starken Hustenreflex reagieren. Ist der Patient beim Legen der Sonde allerdings nicht bei Bewusstsein, würde dieser Fehler erst bei der Lagekontrolle bemerkt werden.
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