KURZDARMSYNDROM

WAS IST FÜR SIE DIE BESTE ERNÄHRIUNGS­THERAPIE?
Symbolbild Ernährungsprodukte
Frage 1:
Für wen suchen Sie eine Ernährungslösung?

Was ist ein Kurzdarmsyndrom?

         
Das Kurzdarmsyndrom ist in den meisten Fällen die Folge einer Operation, bei der große Teile des Dünndarmes entfernt werden mussten. Verschiedene Erkrankungen können solche Operationen notwendig machen. Dazu gehören beispielsweise bösartige Tumore des Darmes oder Morbus Crohn. Auch ausgedehnte Durchblutungsstörungen des Darmes, die durch einen Gefäßverschluss entstehen und dazu führen, dass die betroffenen Darmabschnitte absterben und entfernt werden müssen, haben ein Kurzdarmsyndrom zur Folge.

Welche Folgen hat ein Kurzdarmsyndrom?

        
Der Dünndarm hat als Teil des Verdauungskanals die Aufgabe, die aufgespaltenen Nahrungsbestandteile aufzunehmen und in die Blutbahn zu leiten. Beim gesunden Erwachsenen misst der Dünndarm etwa eine Länge von fünf bis sechs Metern. Die Nahrung begibt sich während der Verdauung also auf einen langen Weg durch den Dünndarm, auf dem genug Zeit bleibt, alle Nahrungsbestandteile aufzunehmen. Das ist bei einem stark verkürzten Darm so nicht mehr möglich. Liegt ein Kurzdarm vor, kann der verbliebene Darmabschnitt die Nahrung nicht mehr in gleichem Umfang verdauen und aufnehmen. Es entwickelt sich ein Mangel an Energie, Eiwweiß, Fett, Flüssigkeit und Mineralstoffen. Neben dem Nährstoffverlust kommt es als Folge der Darmverkürzung zu Durchfällen, Fettstühlen, Elektrolytverlusten. Dadurch verlieren die betroffenen Patienten deutlich an Gewicht.

Wie sieht die Therapie aus?

         
Um die genannten Mangelzustände zu behandeln, muss eine Ernährungstherapie begonnen werden. Sie ist abhängig vom Ausmaß der Operation und vom Zeitpunkt nach der Operation. Hauptziel der Ernährungstherapie ist es, die Beschwerden zu lindern und bestehende Mängel auszugleichen.

Beim Kurzdarmsyndrom werden drei Phasen unterschieden:

  1. Die erste Phase ist die Hypersekretionsphase, die direkt nach der Operation beginnt. In dieser Phase erhalten die Patienten alle wichtigen Nährstoffe ausschließlich über eine Infusion direkt in die Blutbahn (sogenannte parenterale Ernährung)

  2. Damit sich der Darm aber möglichst schnell an die neue Situation anpassen kann, sollte zeitnah mit einer oralen Ernährung begonnen werden. Hierfür eignet sich normale Nahrung oder spezielle Trinknahrung, in der alle wichtigen Nährstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis vorhanden sind. Auch die Ernährung über eine Ernährungssonde mit spezieller Sondennahrung ist eine Option. Die Art der Ernährung orientiert sich in dieser Phase ganz an der Verträglichkeit für den Patienten. Diese Übergangsphase wird Anpassungsphase genannt. Sie kann Monate andauern.

  3. Am Ende steht die Stabilisierungsphase. Der verbliebene Dünndarm hat sich an die veränderten Bedingungen angepasst, soweit das möglich ist. Kann auch in dieser Phase mit einer normalen Kost kein befriedigender Ernährungszustand erreicht werden, muss auch hier auf eine künstliche enterale Ernährung zurückgegriffen werden.
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