HIV

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Was ist HIV?

         
HIV bedeutet „Humanes Immundefizienz-Virus“. Eine Infektion mit diesem Virus bewirkt eine Abwehrschwäche des menschlichen Organismus, weil es das Immunsystem schädigt. Dadurch kann der Körper eindringende Viren, Bakterien oder Pilze nicht mehr bekämpfen, was lebensbedrohliche Infektionen zur Folge haben kann.
Heute gibt es wirkungsvolle Medikamente, die das HI-Virus in Schach halten. Sie verhindern seine Vermehrung und damit den Ausbruch von AIDS. Die Viren können aber nicht vollständig aus dem Körper entfernt werden. Eine HIV- Infektion ist deshalb nicht heilbar. Aus diesem Grund müssen die antiretroviralen Medikamente, die teilweise starke Nebenwirkungen haben, lebenslang eingenommen werden.

Wann kommt es zu einer Mangelernährung?

        
Eine HIV-Infektion wird häufig von einer Mangelernährung begleitet. Etwa 30 Prozent der unbehandelten Betroffenen und 90 Prozent der Patienten mit einem AIDS-Vollbild leiden unter einer Mangelernährung und verlieren Gewicht. Dort, wo den Patienten eine moderne antiretrovirale Kombinationstherapie zur Verfügung steht, sind Mangelernährung und Waisting-Syndrom, eine Komplikation des AIDS-Endstadiums, das unter anderem mit einem starken Gewichtsverlust einhergeht, heute selten. Doch auch als Folge der Therapie, ausgelöst durch die Nebenwirkungen der Medikamente, kann eine Mangelernährung auftreten. Da der Schweregrad der Mangelernährung die Prognose der HIV-Erkrankung stark beeinflusst, muss sie frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Wie sieht die Ernährungstherapie aus?

         
Das Ziel der Ernährungstherapie bei einer HIV-Erkrankung ist es, den Ernährungszustand des Patienten zu erhalten oder wieder zu verbessern. Das erhöht die Verträglichkeit der Medikamente. Häufige Störungen des Magen-Darm-Traktes wie Übelkeit oder Durchfall können so gelindert und funktionelle Einschränkungen wie Muskelschwäche oder Bettlägerigkeit, die durch die Mangelernährung entstanden sind, können so wieder behoben werden. Mit einer Ernährungstherapie sollte spätestens begonnen werden, wenn der BMI (Body-Mass-Index) unter 21 fällt oder wenn der Kranke innerhalb von drei Monaten mehr als fünf Prozent seines Körpergewichtes verliert. Abhängig vom Zustand des Patienten wird dann die Ernährungstherapie eingeleitet. Kann der Patient schlucken, erfolgt eine Ernährungsberatung, bei der er lernt, welche hochkalorischen Nahrungsmittel er jetzt bevorzugt zu sich nehmen sollte. Ist diese Maßnahme alleine nicht erfolgreich, kann mit der zusätzlichen Gabe von Trinknahrung begonnen werden. Sie hat den Vorteil, dass die Betroffenen Nährstoffe und Energie in konzentrierter Form zu sich nehmen können. Empfindliche Patienten, die darauf mit Durchfall reagieren, vertragen Trinknahrung, deren Fett als mittelkettige Fettsäuren vorliegen, meist besser. Liegt eine Dysphagie (Schluckstörungen) vor, muss eine enterale Ernährung mit Sondennahrung begonnen werden. Diese kann über eine PEG-Sonde erfolgen. Lässt sich die Mangelernährung damit nicht zufriedenstellend beheben, muss mit einer parenteralen Ernährung begonnen werden. Dabei erhält der Patient alle wichtigen Nährstoffe per Infusion direkt in die Blutbahn.
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