ERNÄHRUNGSZUSTAND PRÜFEN

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Wie prüft man den Ernährungszustand?

         
Um eine Mangelernährung oder auch nur ein bestehendes Risiko dafür zu erkennen, muss der Ernährungszustand eines Menschen bestimmt werden. Nur so lässt sich eine objektive Aussage darüber treffen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Ernährungszustand zu ermitteln. Zum einen können Gewicht, Body-Mass-Index und Gewichtsverlauf dokumentiert werden. Laut WHO gelten Personen mit einem BMI unter 18,5 als untergewichtig. Für Senioren gilt das sogar bereits ab einem BMI von 20. Allerdings liefert der BMI nur einen groben Überblick über den Ernährungszustand eines Menschen. Eine Mangelernährung kann mit dem BMI alleine nicht ausgeschlossen werden. Um den Ernährungszustand exakter zu bestimmen, eignet sich ein Ernährungs-Screening. Dazu stehen unterschiedliche Prüfinstrumente zur Verfügung. Dabei handelt es sich um Fragebögen, die speziell für Patienten in einer Klinik, für den ambulanten Bereich oder für geriatrische Patienten geeignet sind. Von der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin werden folgende Fragebögen als Screening-Instrumente empfohlen:

MNA - Mini Nutritional Assessment

        
Hierbei handelt es sich um einen sehr einfachen Fragebogen, der sowohl in der häuslichen Pflege als auch für Patienten in Kliniken und Pflegeheimen geeignet ist.

SGA - Subjective Global Assessment

        
Dieser Fragebogen eignet sich für Klinik, Pflegeheim und ambulanten Bereich. Er liefert reproduzierbare Werte und ist einfach durchzuführen, da keine Apparate oder medizinisches Personal zur Bestimmung des Ernährungszustandes notwendig sind. Krankengeschichte und klinische Untersuchung sind ausreichend, um den Ernährungszustand zu ermitteln. Dabei berücksichtigt der Untersucher die Grunderkrankung des Betroffenen. Er erfragt, wie sich das Gewicht verändert, was gegessen wird und wie leistungsfähig der Betroffene ist. Außerdem beurteilt er die vorhandene Muskelmasse, das Unterhautfettgewebe und untersucht, ob bei dem Patienten Wassereinlagerungen vorhanden sind. Eine Anleitung zur Durchführung des "Subjective Global Assessment" ist verfübgabr.

MUST - Malnutrition Universal Screening Tool

        
Dieses Screening-Instrument wurde ursprünglich für die Beurteilung geriatrischer Patienten im ambulanten Bereich entwickelt. Allerdings wird es jetzt auch für die Ermittlung des Ernährungszustandes stationärer Patienten eingesetzt.

NRS - Nutritional Risk Screening

        
Hierbei handelt es sich um ein Screening-Instrument, das im stationären Bereich eingesetzt wird, um eine Mangelernährung zu erkennen.

PEMU - Pflegerische Erfassung von Mangelernährung und deren Ursachen

        
Dieses Instrument wird vor allem in Pflegeheimen eigesetzt und umfasst nicht nur die Abklärung einer Mangelernährung, sondern ermittelt auch deren Ursachen.

Screening und Assessment

         
Ergibt das Screening eine Mangelernährung oder auch nur das Risiko für eine Mangelernährung, folgt auf das Screening das sogenannte Assessment. Hierbei werden dann verschiedene Laborwerte der Betroffenen bestimmt. Es wird der Nährstoffbedarf ermittelt und durch Ernährungs- und Trinkprotokolle wird deutlich, wie groß das Defizit zwischen Bedarf und tatsächlicher Zufuhr ist. Auch die möglichen Ursachen der Mangelernährung werden untersucht.

Durch das regelmäßige Screening lässt sich der Ernährungszustand eines Patienten reproduzierbar bestimmen. Wurde eine Mangelernährung diagnostiziert, kann eine adäquate Ernährungstherapie den Gesundheitszustand des Patienten deutlich verbessern, die Lebensqualität steigern und zu einer rascheren Genesung beitragen.
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