Fragen und Antworten zu Trinknahrung
Symbolbild Patient/Arzt
Anbei haben wir für Sie Kurz-Antworten zu einigen häufigen all­gemeinen Fragen zu­sammen­ge­stellt.

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Wieviel Trinknahrung sollte ich pro Tag zu mir nehmen?
Typisch sind ca. 5-8 Flaschen Trinknahrung bei einem gesunden Erwachsenen, falls sich der Patient nur über Trinknahrung ernährt. Wird Trinknahrung als ergänzende Nahrung genutzt, sind dies ca. 1-3 Flaschen zusätzlich zur normalen Nahrung. Welche Menge sinnvoll ist, muss sich jedoch immer an der konkreten Situation orientieren und sollte mit dem Arzt abgesprochen werden.
Wann sollte Trinknahrung am besten eingenommen werden?
Als Nahrungsergänzung sollte Trinknahrung am besten zwischen den Mahlzeiten eingenommen werden. So erhalten Sie sich den Appetit auf normale Nahrung.
Wo bekommt man Trinknahrung?
Trinknahrung ist grundsätzlich frei verkäuflich (z.B. in Apotheken, Sanitätshäusern, Internetshops wie Amazon). Wir empfehlen jedoch, Trinknahrung in Abstimmung mit einem Arzt anzuwenden. Dieser kann Ihnen abgestimmt auf Ihre spezifische Ernährungs-Mangelsituation Produkte empfehlen und auch per Rezept verordnen.
Wie verabreiche ich meinen Angehörigen die Trinknahrung am Besten?
Am besten leicht gekühlt und in kleineren hochkalorischen Portionen statt in größeren Mengen. Zur Abwechslung für die Betroffenen bietet sich auch an, Trinknahrung nicht nur als Getränk, sondern auch mal als Suppe, Pudding, usw. anzubieten.
Wie lange sollte ich Trinknahrung anwenden?
Das lässt sich nicht pauschal sagen, sondern ist von der individuellen Situation abhängig. Manche benötigen Trinknahrung nur eine Zeit lang, z.B. um einen Ernährungsmangel rund um eine Operation zu vermeiden. Andere benötigen Trinknahrung langfristig oder dauerhaft.
Wird Trinknahrung von den Krankenkassen übernommen?
Trinknahrung ist unter folgenden Voraussetzungen verordnungs- und erstattungsfähig:

  • Der Betroffene kann sich nicht (ausreichend) normal ernähren
  • Die Ernährungssituation kann nicht (ausreichend) durch eine Modifizierung der normalen Ernährung oder sonstige ärztliche, pflegerische oder ernährungstherapeutische Maßnahmen (z.B. Anreicherung der Nahrung durch Butter, ausreichende Trinkmenge, angemessene Nahrungskonsistenz) verbessert werden

Die Verordnungsfähigkeit gilt jedoch nur für Standardprodukte (also solche, die auf eine Vielzahl an Krankheitsbildern angewendet werden können und auch zur ausschließlichen Ernährung geeignet sind) und einige Spezialprodukte (Produkte nur für bestimmte Indikationen). Andere Spezialprodukte sind nicht verordnungsfähig; z.B. Spezialprodukte für die Indikationen chronische Herz-Kreislauf- oder Ateminsuffizienz, Dekubitusprophylaxe oder -behandlung, Diabetes mellitus, Geriatrie, Stützung des Immunsystems, Tumorpatienten.

Bei gesetzlich Versicherten besteht zudem eine Zuzahlungspflicht (sofern Sie nicht befreit sind). Dies bedeutet, dass pro rezeptiertem Produkt eine Zuzahlung von mindestens 5 Euro und maximal 10 Euro zu leisten ist.

Gerne beraten wir Sie bei PROLIFE in allen Fragen zur Kostenerstattung und unterstützen Sie bei der Klärung mit Ihrer Krankenkasse.