Fragen und Antworten zu Parenterale Ernährung
Symbolbild Patient/Arzt
Anbei haben wir für Sie Kurz-Antworten zu einigen häufigen all­gemeinen Fragen zu­sammen­ge­stellt.

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Kann ich in den Urlaub fahren, wenn ich parenteral ernährt werde?
Sofern die Ernährungstherapie gut und geregelt verläuft, spricht grundsätzlich nichts gegen einen Urlaub. Wichtig ist, folgende Punkte im Vorfeld zu klären: Eine medizinische Betreuung durch einen Arzt am Urlaubsort bei Problemen, die Belieferung mit Infusionslösungen & Hilfsmitteln an den Urlaubsort, eine Betreuung im Urlaub durch einen Pflegedienst (falls Sie oder mitfahrende Angehörige die Ernährung nicht selbst übernehmen). Sprechen Sie uns frühzeitig an – wir helfen Ihnen gerne!
Kann ich weiter meinen Hobbies nachgehen, wenn ich parenteral ernährt werde?
Grundsätzlich spricht nichts dagegen, dass Sie den Aktivitäten nachgehen, auf die Sie Lust haben und mit denen Sie sich wohlfühlen. Dazu können Spaziergänge, Fahrrad fahren genauso gehören wie zum Beispiel Freunde treffen. Sofern Sie Zweifel haben, sollten Sie einfach mit Ihrem Arzt sprechen.
Bin ich trotz parenteraler Ernährung noch mobil?
Ja. Einerseits erfolgt die Zufuhr der Ernährung oft nicht die vollen 24 h, sondern häufig nur über Nacht. Tagsüber können Sie sich also frei bewegen. Andererseits stehen selbst für den Fall, dass Sie tagsüber ernährt werden, kleine mobile Infusionspumpen zur Verfügung, die Sie mitsamt dem Ernährungsbeutel in einem passenden Rucksack mitnehmen können.
Wie lange dauert eine Infusion?
Wie viel Zeit die Verabreichung der parenteralen Ernährung täglich in Anspruch nimmt, hängt ganz von ihrem individuellen Bedarf an Nährstoffen und damit von der verabreichten Infusionslösung sowie dem individuellen Körpergewicht ab. Um eine gute Verträglichkeit zu gewährleisten, ist die Zufuhrgeschwindigkeit jedoch häufig gering und beträgt oft zwischen 12-14 Stunden.
Was ist das Wichtigste für einen erfolgreichen Verlauf der parenteralen Therapie zu Hause?
Neben der medizinischen Betreuung durch einen Arzt ist die Auswahl eines guten Homecare-Spezialisten sehr wichtig! Dieser schult Patienten, Angehörige und/ oder Pflegepersonal in der sicheren Durchführung, stimmt sich eng mit dem verantwortlichen Arzt ab, beliefert mit Ernährungslösungen und Hilfsmitteln, kontrolliert den Erfolg der Therapie, ist bei Komplikationen zur Stelle.
Wer übernimmt die Kosten für die parenterale Ernährung?
Die Kosten für die parenterale Ernährung werden grundsätzlich von Ihrer Krankenkasse übernommen, sofern ihr verantwortlicher Arzt ein entsprechendes Rezept ausstellt. Die Erstattung erstreckt sich dabei auf Arzneimittel (die Ernährungslösung), Verbandsmittel (z.B. Mullkompressen, Fixierpflaster) und Hilfsmittel (Schwerkraftsystem bzw. Pumpe, Anschlüsse, Überleitsystem).

Allerdings besteht für gesetzlich Versicherte eine Zuzahlungspflicht.

Der Pflegedienst ist bei der Versorgung mit Parenteraler Ernährung eine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse.

Gerne beraten wir Sie bei PROLIFE in allen Fragen zur Kostenerstattung und unterstützen Sie bei der Klärung mit Ihrer Krankenkasse.